View of decked area outside a building in Singapore at sunset

13 May 2019

Das Business ABC(DE) für deutsche Firmen in Singapur

Wenn Sie ein deutsches Unternehmen sind, das sein Geschäft in Singapur auf- oder ausbauen möchte, finden Sie hier einige Tipps, die Ihnen dabei behilflich sein können.

Deutschland ist Singapurs größter Handelspartner in Europa und umgekehrt, ist der Stadtstaat Deutschlands größter Handelspartner in ASEAN. Der bilaterale Handel zwischen beiden Ländern wuchs im Jahr 2017 um 8,3% auf 21,6 Mrd. S$. In Singapur sind ca. 1.700 deutsche Unternehmen ansässig. Die Branchen in denen diese Unternehmen tätig sind reichen von Chemie bis hin zu Schokolade.

Deutsche Unternehmen fühlen sich gerade wegen der Einfachheit der Geschäftstätigkeit, zur Gründung eines Unternehmens in Singapur hingezogen. Die Weltbank hat Singapur fünf Jahre in Folge zum weltweit einfachsten Standort für Geschäftsabwicklungen in Asien erklärt. So dauert beispielsweise der Prozess der Unternehmensregistrierung in Singapur nur 24 Stunden, vorausgesetzt, die Regierungsbehörden fordern keine zusätzlichen Genehmigungen oder Lizenzen an.

Die Einreichung der Online-Anmeldung für Ihre Unternehmensgründung kann äußerst einfach und unkompliziert sein, wenn Sie einen registrierten Agenten mit der Abwicklung beauftragen.

Es gibt noch viele weitere Gründe, warum Singapur der ideale Standort für ihre Geschäfte ist. Hier finden Sie einige Insider-Tipps, die Ihnen den Einstieg ins sonnige Singapur erleichtern.

A für Associations (Vereine)

Der 1856 gegründete Deutsche Club ist der älteste ausländische Verein in Singapur. Gemeinsam mit dem Goethe-Institut, dem deutschen Kulturinstitut, fördern die beiden Gesellschaften die deutsche Kultur und Sprache in Singapur.

Darüber hinaus ist das Unterstützungsnetzwerk für deutsche Unternehmen in Singapur stark mit staatlichen und industrienahen Organisationen wie der Deutsch-Singapurischen Industrie- und Handelskammer, dem Deutschen Industrie- und Handelszentrum und der Deutschen Botschaft verbunden.

In Deutschland ansässige Verbände können auf dieses relevante Branchennetzwerk zugreifen, um Geschäftsmöglichkeiten in Singapur zu erkunden und Gleichgesinnte zu treffen. Der Fachverband für Mikrotechnik (IVAM) kooperiert seit April dieses Jahres mit der Singapore Precision Engineering and Technology Association (SPETA) bei der Einführung von Industry 4.0 Technologien. Zunächst können beide Parteien ihre Mitglieder in das Mitgliederverzeichnis des jeweils anderen aufnehmen, um sich mit potenziellen Partnern in Singapur und Deutschland zu verbinden.

B für Business opportunities (Geschäftsmöglichkeiten)

Neben einem unternehmerfreundlichen Umfeld bietet Singapur, als gut vernetzte Drehscheibe für eine boomende Region, auch viele Geschäftsmöglichkeiten.

Singapurs geografische Lage ermöglicht einen einfachen Zugang zu größeren regionalen Märkten wie Thailand, Indonesien, den Philippinen und Vietnam. Der Seehafen ist mit 600 Häfen weltweit vernetzt, während der Flughafen 210 Städte mit mehr als 6.000 wöchentlichen Flügen verbindet. Die jüngste Mercer-Umfrage ergab, dass Singapur auch über die weltweit beste Infrastruktur mit einfachem Zugang zu Verkehrsmitteln, zuverlässiger Stromversorgung, politischer Stabilität und niedriger Kriminalität verfügt.

Des Weiteren, verfügt Singapur über ein Netzwerk von mehr als 22 umgesetzten Freihandelsabkommen (FHA), die eine leichtere sowie zollfreie Einfuhr in verschiedene Exportmärkte innerhalb der ASEAN-Region und anderer Nachbarländer wie China, Indien, Südkorea, Australien und Neuseeland ermöglichen.

In einem so günstigen Geschäftsumfeld bauen immer mehr deutsche Unternehmen ihre Aktivitäten hier zu Innovationszentren aus. DHL startete sein erstes Innovationszentrum außerhalb Deutschlands in Singapur (https://www.channelnewsasia.com/news/business/dhl-launches-s-10m-innovation-centre-in-singapore-8245702), während der Gasriese Linde Anfang des Jahres ein digitales Innovationszentrum für 30 Millionen Dollar eröffnete. (https://www.straitstimes.com/business/companies-markets/linde-to-invest-s30m-in-singapore-digital-technologies-hub).

Erfahren Sie hier, wie sich das Geschäftsumfeld in Singapur im Vergleich zu Deutschland darstellt.

C für Cooperation (Kooperation)

Singapur und Deutschland pflegen seit mehr als 50 Jahren sehr gute diplomatische Beziehungen. Beide Länder feierten 2015 das 50-jährige Bestehen ihrer diplomatischen Beziehungen und haben an Initiativen im Wirtschafts- und Verteidigungsbereich, wie dem verstärkten Abkommen über die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich, mitgewirkt.

Beide Länder haben gemeinsame Ziele bezüglich der Förderung der Finanztechnologie (Fintech) und Industrie 4.0 für das verarbeitende Gewerbe. Industrie 4.0 nutzt Automatisierung und Datenaustausch, um Fertigungstechnologien und -prozesse zu verbessern.

Da beide Länder stark im verarbeitenden Gewerbe und im Finanzdienstleistungssektor sind, besteht Einigkeit darüber, dass die frühzeitige Einführung von Technologien ihre globale Wettbewerbsfähigkeit in diesen Sektoren weiter stärken wird.

Das deutsche Gas- und Engineering-Unternehmen Linde plant, sein Werk auf Jurong Island, eine Offshore-Insel westlich von Singapur, zu einem Werk der Zukunft mit Big Data Analytics und Machine Learning auszubauen.

Die deutsche Online-Bank Fidor hat kürzlich ihr erstes Fintech-Ausbildungscurriculum in Asien mit fünf Singapur-Polytechnikern eingeführt, um den Wissensaustausch in einem schnell wachsenden Sektor zu erleichtern.

D für die Deutsch Sprache

Die German European School Singapore ist die größte deutsche Schule in Südostasien. Darüber hinaus wird Deutsch als zusätzliches Fach in einer Reihe von lokalen Schulen angeboten, wodurch ein Pool von deutschsprachigen Singapurern entsteht, die von klein auf mit der deutschen Sprache und Kultur vertraut sind.

Es gibt sogar deutschsprachige protestantische und katholische Kirchen, die es deutschen Familien in Singapur ermöglichen, die Familientraditionen von zu Hause aus fortzusetzen.

E für Entrepreneurship (Unternehmertum)

Anfang des Jahres gaben die singapurische Wissenschafts- und Technologieagentur A*STAR und das Bundesministerium für Bildung und Forschung, BMBF, eine Ausschreibung für die Zusammenarbeit von Organisationen aus beiden Ländern bei gemeinsame Forschungsprojekten bekannt. Mit bis zu 500.000 S$ oder 300.000 Euro werden Projekte für neue Materialien und Methoden in der additiven Fertigung, Sicherheitssysteme für das Industrial Internet of Things (IIOT), intelligente Sensoren und Aktoren für Produktions- und fortschrittliche Fertigungssysteme gefördert.

Darüber hinaus bieten Regierungsbehörden wie A*STAR und das Economic Development Board (EDB) auch Ausbildungs- und Forschungszuschüsse sowie regionale oder globale Steueranreize für Unternehmen an die sich in Singapur niederlassen wollen.

Für vielversprechende Start-ups in Deutschland steht ein Projekt zur Verfügung, das den Einstieg in Südostasien durch singapurbasierte Förderprogramm unterstützt.

Kollaborative, aber auch zielgerichtete Förderprogramme wie diese tragen dazu bei, Unternehmertum und Geschäftsmöglichkeiten in Singapur und Deutschland zu fördern und ermöglichen es ihnen, in weitere Länder und Gebiete zu expandieren.

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